
Titel: Imago
Autor: Isabel Abedi
Verlag: Arena
Seiten: 403 Seiten
Sprache: Deutsch
Klappentext:
Wanja weiß nicht, wer ihr Vater ist. Sie weiß nicht einmal, wie er aussieht. Doch dann bekommt sie eines Tages eine Einladung zu der Ausstellung Vaterbilder. Und stößt auf ein Bild, das sie im Innersten berührt. Wenig später passiert etwas Magisches. Wanja wird in das Bild hineingezogen und findet sich in einem Land namens Imago wieder. Dort trifft sie auf den Luftakrobaten Taro. Er scheint so etwas wie der Vater zu sein, den sie sich immer gewünscht hat. Doch Imago ist ein Land voller Rätsel. Warum muss Wanja das Bild jedes Mal beim dritten Schlag eines Gongs verlassen? Und woher kommt der schreckliche schwarze Vogel, der Taro bedroht? Wanja wird das Geheimnis um Imago erst lösen, wenn sie erkennt, was das Bild mit ihrem realen Leben zu tun hat.
Charaktere, Stil & Idee:
Wie schon in Isabel Abedis anderen Büchern sind die Charaktere sehr lebendig, und doch ähneln sie in diesem Buch jenen aus ihrem anderen Romanen. Wanja ist ein nettes, 12jähriges Mädchen, das ihren Vater nicht kennt, sich oft mit ihrer "besten" Freundin Britta streitet und eine dicke, alte Katze namens Schröder hat. Mischa dagegen hat einen Vater, einen Alkoholiker, den er hasst, er ist arm & unbeliebt in der Schule. Doch im Laufe des Buch freundet er sich mit Wanja an...
Die Idee ist absolut großartig - durch Bilder in eine fremde Welt gelangen und dort einen Vater zu finden, das ist ganz große Klasse. Auch der Schreibstil von Isabel Abedi ist (wie immer) unglaublich toll. Hört sich nach einem großartigen Buch an. Und so würde ich es sicher auch finden, wäre es nicht von Isabel Abedi. Denn sie hat schon viel bessere Bücher geschrieben, und bei Imago kommt nunmal nie wirklich Spannung auf, die Handlung fließt so dahin, ohne einen wirklichen Höhepunkt zu haben. Leider.
Größtes Pro:
Die tolle Idee + die schönen Charaktere (ich liebe ja Natalie am meisten, und wie ihr Vater ein Geheimnis bleibt, das letztendlich doch noch gelöst wird, fand ich ganz toll). Dazu kommt noch das doch überraschende Ende :)
Größtes Contra:
Wie es oben steht, der Mangel an Spannung, und auch die zu genau erklärten artistischen Tricks. Beim 4ten oder 5ten Mal reichts dann.
Kurz Gesagt:
Nette Geschichte fürs Freibad im Sommer, vielleicht für etwas jüngere Leser (10+)
3/5 Sterne :)
Bilderquelle: Buch.de
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