Der Himmel ist schwarz. Es regnet. Es stürmt. Ich bin draußen und schaukle. Ganz allein. Rauf. Runter. Rauf. Runter. Ich lasse mich treiben, der Wind pfeift im meinen Ohren. Es ist kalt, ich zittere. Es ist mir egal. Das schwingen hat etwas hypnotisches, ich könnte nicht aufhören, selbst wenn ich es wollte. Aber ich will nicht. Spielball der Elemente. Der Sturm zehrt an meinen Kräften, der Regen peitscht. Es blitz. Es donnert. Ich schließe die Augen, denn es ist gut, dort draußen zu sein. Allein. Das Haus starrt mich an, die Fenster sind dunkle, große Rechtecke. Warum sollte ich dort hin zurückgehen? Hier bin ich frei. Nur ich, der Wind und der Regen. Es ist kalt, meine Arme schmerzen von der Anstrengung, ich klammere mich an den dünnen Ketten fest. Sie sind nass, rutschig. Mein T-Shirt klebt an meinem Körper, meine Arme sind entblößt, ich habe Gänsehaut. Ich zittere, alles tut mir weh, es ist mir egal. Ich schaukle höher und höher, angetrieben vom beißenden Wind. Meine nassen Haare peitschen, sie wirbeln in der Luft herum, schlagen auf meine Schultern, peitschen. Höher, höher! Ich öffne meine Augen, und die Welt verschwimmt im Regen. Ich schließe sie wieder, denn ich brauche sie nicht, nicht jetzt, nicht hier. Der Duft von Jasmin vermischt sich mit dem beißenden Geruch von Eisen. Es riecht nach Freiheit. Allein, mitten im Sturm. Ich schaukle immer höher, immer weiter, immer schneller. Ich lasse los. Fliegen. Fallen. Es ist egal, in diesem Moment ist es dasselbe. Der Aufprall tut nicht weh. Ich gehe hinein ins Haus, in dem niemand ist. Ich bin allein, aber es ist ein anderes Gefühl als dort draußen. Der Wind hat aufgehört, es regnet nur noch leicht. In der Ferne höre ich Donner. Das Gewitter zeiht weiter. Es wird dunkel. Ich bin allein.
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