Mittwoch, 15. Juni 2011

Die Sturmkönige - Dschinnland





Titel: Die Sturmkönige - Dschinnland
Autor: Kai Meyer
Verlag: Bastei Lübbe
Seiten: 432



Klappentext:
Sabateas Geheimnis liegt in ihrem Blut - es ist Gabe und Fluch zugleich. Als sie aus der Gefangenschaft im Palast des Herrschers entkommt, führt sie ihr Weg ins Reich der Wilden Magie ═ und in die Arme des Gesetzlosen Tarik. Der schmuggelt kostbares Drachenhaar durch ein Land, in dem die Naturgesetze keine Gültigkeit besitzen. Gemeinsam begeben sie sich auf eine Reise, an deren Ende die Welt eine andere sein wird. Der Auftakt der Trilogie um Die Sturmkönige - Rebellen, die auf himmelhohen Tornados reiten.


Idee & Kreativität:
Für die Verhältnisse von Kai Meyer ist es eine fast schon schwache Idee, man siehe dazu "Das Wolkenvolk". Was mir daran trotzdem gefallen hat, waren die verschiedenen Arten von Dschinn, die wirklich schönen Elfenbeinpferde und natürlich die fliegenden Teppiche. Allgemein fand ich es gut, dass Kai Meyer die Märchen aus 1001 Nacht in sein Buch eingebracht hat.  Keine Bahnbrechende Idee, aber trotzdem weitaus kreativer als so viele andere Schrifsteller :) Meine persönlich lieblingsidee ist allerdings der Narbennarr, ein böser Dschinn-Philosoph.


Charaktere: 
Anders als z.B. bei den "Wellenläufern" oder beim "Wolkenvolk" konnte ich mich nicht wirklich in die Personen Tarik, Sabatea oder Junis hineinversetzen, was vielleicht an deren Alter liegt, immerhin ist Tarik bereits 28, Junis 22 und Sabatea irgendwo dazwischen. Außerdem sind die Charaktere, etwas flach und einseitig, was aber im Verlauf des Buches besser wird. Was ich wirklich toll fand, war die komplizierte Brüder Geschichte, und das Geheimnis um Sabateas Herkunft & ihre Beweggründe. 


Stil:
Kai Meyer bleibt seinem beschreibenden Stil treu, alles wird perfekt erklärt und beschrieben, man kann die Hitze und die Trockenheit der Wüste beinahe spüren, und die Elfenbeinpferden sieht man vor dem inneren Auge fliegen. Seine Art des Satzbaus und seine Wortwahl schmeicheln dem Sprachgefühl, trotzdem wirkt es nie übertrieben, sondern ganz natürlich. 


Größtes Pro:
Die tollen Nebencharaktere, wie Maryam, den Narbennarren, den kindlichen Ifrit oder die Elfenbeinpferde gefielen mir besonders, genauso wie die schönen Landschaften. Außerdem hat es Kai Meyer wieder einmal geschafft, die Spannung von Anfang bis Ende zu halten, was mich dazu gebracht hat das Buch an einem einzigen Tag zu lesen. 


Größtes Contra:
Die nur leicht berührten Hauptcharaktere, hoffentlich lernt man sie in den Fortsetzungen noch besser kennen. 


Kurz Gesagt:
Ein schöner Trilogiebeginn, nichts Großartiges, aber nette orientalische Fantasy für den Urlaub. Das (Taschen)Buch ist den Preis von 10€ wert, die gebundene Ausgabe fände ich aber zu teuer, da sollte man sich lieber "Das Wolkenvolk" oder "Frostfeuer" kaufen :) 




2 Kommentare:

  1. ich fand das buch total toll :) hab noch nicht allzu viel von kai meyer gelesen (arkadien und sturmkönige band 1) aber ich find ihn bis jetzt total toll vom schreibstil und allem :)

    AntwortenLöschen
  2. ich hab echt viel von ihm gelesen, und das war alles echt toll, deswegen fand ich sturmkönige jetzt auch nur durchschnittlich, weil ich von ihm höheres gewohnt war :)

    AntwortenLöschen